Servicezentrum IT-Technologien im E-Learning


In diesem in der konzeptionellen Phase befindlichen Projektansatz des Instituts für angewandte Infomatik sollen gemeinsam mit dem URZ Erfahrungen und Aktivitäten gebündelt werden, wie sie im Rahmen der Beschäftigung mit (webbasierten) E-Learning Technologien in den letzten Jahren am Lehrstuhl “Betriebliche Informationssysteme” gesammelt wurden. Diese Technologien sollen einem breiteren Anwenderkreis in den Fakultäten und Einrichtungen der Universität Leipzig zur Verfügung gestellt werden, indem verfügbare (dauerhafte und Projekt-) Ressourcen in einer gemeinsamen Service-Plattform gebündelt werden.

Aktuelle Projekte


Prüfungsauswertungssoftware an der veterinär-medizinischen Fakultät

  • Kooperationspartner: Berit Aschenbach (Prüfungsamt Vet Med)
  • Seit mindestens 2010 versucht die Fakultät über die Vergabe von Entwicklungsaufträgen an einzelne Studierende eine Software erstellen zu lassen, mit der sich der komplexe Prüfungsauswertungsprozess digital unterstützen lässt, in dem aus einer größeren Zahl von Auswertungen von MC-Klausuren Ergebnisse zu einzelnen Fragen zu Fächern und Studierenden zugeordnet und über mehrere Jahre zu Prüfungsergebnissen aggregiert werden müssen.
  • Ausführung durch Mirko Schulze (Bachelor Informatik)
  • Stand (Dez. 2015): Eine im SWT-Praktikum 2014 entwickelte Lösung wurde an die Bedürfnisse des Auftraggebers angepasst und auf einem durch die Fa. Dossin und Brade als Dienstleister der veterinär-medizinischen Fakultät bereitgestellten Server für den Testbetrieb ausgerollt. Zum Februar 2016 soll entschieden werden, ob die Entwicklung in den produktiven Betrieb zunächst als Werkzeug des Prüfungsamts übernommen wird.

Tox-Net

  • Kooperationspartner: Adelgunde Gräfe (PGS Toxikologie)
  • April-Juli 2013: Anfrage und Requirements-Aufnahme, nachdem die von einem Studenten der HTWK aufgebaute IT-Infrastruktur nicht nachhaltig betrieben werden konnte.
  • Die Kontakte gingen über eine vorsichtige Requirements-Aufnahme nicht hinaus, da keine Ressourcen für eine Weiterführung vorhanden waren.
  • Stand (Nov. 2014): Es wurde in Zusammenarbeit mit dem URZ (Herr Schwarzenberg) eine eigene Lösung auf der Basis von Typo-3 und Moodle erstellt, wobei Frau Gräfe den Second Level Support (Konfigurierung des Typo-3 und Support für die Kursleiter) komplett selbst übernimmt. Die Studierenden dieses Weiterbildungsangebots melden sich über almaweb an, die Identitäten werden weiter propagiert, die Kursleiter sind im Uni-Moodle präsent. Die Plattform ist auf einem Server des URZ gehostet
  • https://toxnetzportal.uni-leipzig.de/start/

Open Educational Resources

  • Kooperationspartner: Anja Neubert (Didaktik der Geschichte)
  • Dieses Projekt wurde im Rahmen der 4. Kohorte der Laboruniversität von Okt. 2014 bis Sept. 2015 gefördert. Eine Beteiligung der Informatiker ging über eine erste Kontaktaufnahme nicht hinaus.

Partizipatorisches virtuelles Museum

  • Kooperationspartner: Prof. Andreas Wendt, Hendrikje Düwel (Kunstpädagogik)
  • Beteiligt: Franz Teichmann (Master Informatik), SWT-Gruppe swp15-pvm (Sommersemester 2015)
  • Beteiligt: Sebastian Günther, Alexander Lieder (Bachelor Informatik), Gruppe pvm-15 im Kurs IADW (Wintersemester 2015/16)
  • Kurzbeschreibung: Entwurf und Umsetzung einer Plattform auf Wordpress-Basis, mit der sich interaktive Rundgänge durch ein virtuelles Museum umsetzen lassen. Für ein solches Museum liegt eine detailliertere Konzeption vor, die Richtschnur für die erforderliche Funktionalität ist. In der Konzeption Virtuelles Partizipatorisches Museum (PVM) von Frau Düwel heißt es u.a.:
    • Das PVM ist ein Projekt, das zwischen Netzkunst und digitalem Museum verortet werden kann. Darüber hinaus enthält es Elemente des E-Commerce (Onlineshopping) und Elemente von sozialen Medien im Netz. Es wird durch die Besucher Innen gestaltet. Durch seine Eigenschaften soll es in möglichst hohem Maße den Seh- und Nutzungsgewohnheiten des gegenwärtigen Medienkonsums entsprechen.
    • Das Museum ist eine Datenbank, die eine Sammlung von Gebrauchsgegenständen enthält, welche in verschiedener Weise präsentiert, kommentiert und dokumentiert werden. Die Gegenstände werden repräsentativ als Darstellungsmittel der eigenen Person betrachtet. Voraussetzung ist, dass der Gegenstand etwas mit der eigenen Person zu tun hat. Dann kann er diese repräsentieren.
  • Das Projekt wird in der 5. Kohorte der Laboruniversität (Okt. 2015 – Sept. 2016) gefördert.

Personalisierte Stundenpläne

  • Kooperationspartner: FMI 
  • Beteiligt: SWT-Gruppe swp15-ps
  • Kurzbeschreibung: Erstellung einer Lösung, die es Nutzern erlaubt, aus Daten zu Lehrveranstaltungen aus dem RDF Triple Store od.fmi.uni-leipzig.de personalisierte Stundenpläne im ics-Format zu erzeugen, die in gängige Kalenderapplikationen geladen werden können.
  • Detaillierte Beschreibung: An unserer Fakultät wird bereits seit einigen Jahren zur Raum- und Zeitplanung der Lehrveranstaltungen ein RDF Triple Store genutzt, über dessen Sparql Endpunkt die aktuellen LV-Daten von Lehrveranstaltungen an der Fakultät ausgelesen werden können. Aus diesen Daten wird insbesondere auch der Stundenplan der Fakultät erzeugt. Perspektivisch wird weitere Information zu Lehrveranstaltungen auch anderer Fakultäten im Almaweb-Portal verfügbar sein. In diesem Projekt soll eine Lösung für personalisierte Stundenpläne erstellt werden, die auf diese Datenbasis zugreift, so dass sich diese leicht von Studierenden nachnutzen lässt. Dazu soll es möglich sein, aus dem Angebot der Lehrveranstaltungen eine personalisierte Auswahl zu treffen, diese mit eigenen Terminen (etwa Veranstaltungen anderer Fakultäten) anzureichern und diesen personalisierten Stundenplan auch periodisch zu aktualisieren.
  • Stand (Dez. 2015): Das Projekt wurde im SWT-Praktikum 2015 erfolgreich abgeschlossen, die Projektunterlagen sind öffentlich verfügbar, über die weitere Verwendung der Lösung sind uns nichts bekannt.

Hintergrund


Wir orientieren uns dabei an den Bedürfnissen und Erfahrungen der eigenen Fakültät, die einen zentral-dezentralen Ansatz favorisiert, welcher die erforderlichen Gestaltungselemente und -optionen so nahe wie möglich bei den Verantwortungsträgern (Stakeholder) platziert, bei denen dieser Gestaltungsbedarf entsteht.


Im Betrieb einer solchen IT-Infrastruktur unterscheiden wir drei Ebenen des Supports

  • First Level Support: Unmittelbare gestalterische Arbeit an den Daten in einer ausgerollten Web-Plattform entsprechend den Gestaltungserfordernissen der Stakeholder.
  • Second Level Support: Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung der Funktionalität der jeweiligen Web-Plattform.
  • Third Level Support: Betrieb und Weiterentwicklung der Infrastruktur als Ganzes, Pflege einer Reihe von Blueprints für den Second Level Support, Bereitstellung und grundlegende Wartung entsprechender Compute-Ressourcen.

First Level Support ist grundsätzlich von den einzelnen Organisationseinheiten zu gewährleisten, die entsprechende Web-Plattformen nutzen.


Second Level Support kann von einzelnen Organisationseinheiten (bis hin zu Fakultäten) übernommen werden, wenn diese eigene Softwareinstallationen betreiben und dazu auch eigenes entsprechend technisch kompetentes Personal (SHK oder Mitarbeiter) als Administratoren bzw. zur technischen Betreuung vorhalten (also einsetzen und finanzieren). Eine solche Verfügbarkeit von Software und technischem Personal sichert die Flexibilität, welche für eine reibungslose Einbindung der online-Elemente in administrative Prozesse erforderlich ist, da die Verantwortungsträger auch administrativen Zugriff auf die Technik-Verantwortlichen haben.


Dies soll durch eine zentralere Infrastruktur ergänzt werden, in der Konzepte und Best Practice Lösungen gesammelt, ausgewertet und vernetzt werden sowie für eine beschränkte Anzahl von Lösungen für einzelne Aufgabenstellungen vor allem auf der Basis von Open Source Software (insbesondere für die Web-Plattform Wordpress und die E-Learning-Systeme Moodle und OLAT) Kompetenz und Kommpetenzträger für Blueprints im Sinne eines Produktlinienansatzes ausgebaut werden (Third Level Support mit der Option, auch den Second Level Support für einzelne Organisationseinheiten zu übernehmen, wenn dafür entsprechende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden).


Das Konzept unterstützt Softwarelösungen mit einem gestuften Rollenkonzept, in welchem Lehrkräfte, Tutoren und Studenten über einfache Weboberflächen zum Beispiel die Möglichkeit haben, die Organisation verschiedener lehrveranstaltungsbegleitender Aktivitäten (Einschreibung in Veranstaltungen und Gruppen, News, Forum, Bereitstellung von Online-Materialien, Begleitung des Übungsbetriebs, Prüfungsanmeldung, Online-Tests und -Prüfungen, LV-Evaluierung usw.) online auszuführen oder zu unterstützen.


Das Servicezentrum beabsichtigt,

  • sich im Rahmen der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen am Betrieb ausgewählter Installationen zu beteiligen (Second Level Support),
  • an der Entwicklung und Weiterentwicklung von frei verfügbaren Softwarekomponenten im Rahmen des unterstützten Architekturkonzepts mitzuarbeiten (Third Level Support) sowie
  • bei der Systematisierung und Verallgemeinerung der gewonnenen Erfahrungen mitzuwirken (Auswertung der Erfahrungen).

Ein Schwerpunkt und Anliegen des Ansatzes ist auch künftig die Verzahnung dieser Aktivitäten mit dem Lehrangebot am Lehrstuhl “Betriebliche Informationssysteme”, da die Planung und der Betrieb entsprechender Software-Installationen als Beispiele komplexer Softwareprojekte auf verschiedene Weise (SWT-Praktikum, Seminare, Praktika, Graduierungsarbeiten) in das Lehrangebot integriert werden kann.


Auf diese Weise soll zugleich die inhaltliche und personelle Reproduktion und Weiterentwicklung der erforderlichen technologischen Kompetenz an der Universität Leipzig sichergestellt werden.


 
Zu dieser Seite gibt es keine Dateien. [Zeige Dateien/Upload]
Kein Kommentar. [Zeige Kommentare]