Modul «Interdisziplinäre Aspekte des digitalen Wandels»


Angebot im Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Bachelor) im Wintersemester 2017/18.


Mehr zum interdisziplinären Angebot und dort erbrachten Studienleistungen in früheren Semestern.


Vorlesung und Seminar können von Informatik-Studenten als Seminarmodul 10–202-2330 belegt werden.


Die Einschreibung im Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Bachelor) erfolgt zunächst über almaweb. Die weitere Aufteilung der Studierenden, die einen Platz im Modul zugeteilt bekommen haben, auf Seminare und Praktikumsgruppen erfolgt über das BIS-OLAT-Portal (Kurs W17.BIS.Wahl) unserer Fakultät. Bitte registrieren Sie sich dort mit Ihrem studserv-Account und schreiben sich in den Kurs ein. Weitere Informationen erfolgen in der ersten Vorlesung am 10.10.
Studierende unserer Fakultät schreiben sich direkt über das BIS-OLAT-Portal in den Kurs ein.

Organisatorisches


Als Modul 10–201-2335 im Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Bachelor) anrechenbar. Vorlesung und Seminar sind weiterhin als Seminarmodul 10–202-2330 im Master Informatik und Staatsexamen Lehramt Informatik anrechenbar.


Kurzdarstellung des Lehrangebots als PDF DocumentPoster.


Das Modul 10–201-2335 besteht aus drei Teilen

  • einer Vorlesung, in der einige grundlegende Aspekte des Spannungsverhältnisses thematisiert werden, in dem sich der digitale Wandel vollzieht,
  • einem Seminar, in dem Sie in einem Seminarvortrag ein aktuelles Thema aus diesem Spannungsfeld präsentieren und zur Diskussion stellen,

und

  • einem Projektpraktikum, in dem in einem interdisziplinären Team eine komplexe Aufgabenstellung zu bearbeiten ist, wobei das Zusammenspiel von Kompetenzen aus verschiedenen Fachgebieten erforderlich ist.

Inhaltliches


Digitale Technologien sind “pervasive” Technologien, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchziehen und prägen. Aus der Vielzahl der möglichen Ansätze einer genaueren Betrachtung des digitalen Wandels greift die Vorlesung den Begriff der Privatsphäre im Internetzeitalter heraus. Von dort aus lassen sich wichtige konzeptionelle und technische Entwicklungen im Internet einordnen, worauf sich zugleich die Vorlesung in ihrem Kernbereich beschränkt.


„Wenn wir unsere Privatsphäre nicht schützen, werden wir sie verlieren.“ (Eric Schmidt, promovierter Informatiker und ehemaliger CEO von Google in einem Vortrag am 30. Mai 2013 an der Universität Leipzig). Die Befestigung der Privatsphäre steht in engem Wechselverhältnis zu einer funktionierenden politischen Öffentlichkeit. Für beide Seiten – die Möglichkeiten privat verantworteten Handelns wie die freie Rede freier Bürger – ergeben sich mit den Vernetzungsstrukturen des modernen Internets neue konzeptionelle und technische Möglichkeiten, deren verständige Nutzung zu erlernen ist.


Im Seminar tragen die Teilnehmer über eigene Erfahrungen mit dem digitalen Wandel vor. Zum Beginn des Seminars werden mögliche Vortragsthemen angeboten, Sie können aber auch eigene Vorschläge unterbreiten.


Im Praktikum ist ein praktisches Thema im Team zu bearbeiten. Idealerweise sind die Teams interdisziplinär zusammengesetzt, so dass auch informationstechnischer Sachverstand in dem Umfang im Team zur Verfügung steht, der für die technische Umsetzung erforderlich ist.

Angebotene Projektthemen

Datenschutz bei PC‘s und Smartphones

Betreuer: Sascha Ludwig

Hintergrund und Zielstellung: Das Thema „Datenschutz bei PC‘s und Smartphones“ beschäftigt sich hauptsächlich mit den Bereichen des Tracking und der Profilbildung sowie Gegenmaßnahmen gegen diese. Dabei liegt der Fokus zur Hälfte auf herkömmlichen PC‘s und Webbrowsern sowie zur anderen Hälfte bei Smartphones. Diese beiden Systeme unterscheiden sich in der Art der erhobenen Daten stark. Die Teilnehmer Innen sollen hierbei nicht nur Recherchearbeiten zum Thema leisten sondern sich auch Gedanken über eine eigene, prototypische (Selbst-)Datenschutz-App machen.
Das Team bearbeitet folgende 6 Themenblöcke á 2 Wochen Bearbeitungszeit. Die ersten drei Termine beschäftigen sich mit Datenschutz auf Webseiten und am PC. Die letzten drei Termine verlegen den Fokus auf mobile Endgeräte und deren Apps.
• Einarbeitung in das Thema Datenschutz, Tracking und Profilbildung
• Gegenmaßnahmen zu Tracking. Erhöhung der Privatsphäre
• Analyse einer Datenschutzerklärung über die Zeit
• Unterschiede PC‘s zu Smartphones bzgl. Datenschutz
• Anforderungen an eine Datenschutz-App
• Grafische Visualisierung der Datenschutz-App


 
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