Angebot der Abteilung BIS im Wahlpflichtbereich Staatsexamen Lehramt Informatik

Inhalt

Allgemeines


Hintergrund: Trotz inzwischen jährlich deutlich zweistelliger Immatrikulationszahlen im Lehramt Informatik ist es mangels entsprechender Haushaltsstellen bisher nur sehr unzureichend gelungen, die wesentlichen Aspekte der komplexen Schulpraxis von Informatiklehrerinnen und -lehrern in der Ausbildung adäquat abzubilden. Die Grundlage für eine fundierte Didaktikausbildung kann nur durch einen klaren stellenmäßigen Ausbau entsprechender Lehrkapazitäten erfolgen.


Unser Angebot richtet sich nicht auf die unmittelbare didaktische Arbeit in der Schule, sondern
auf die darüber hinausreichenden traditionell umfangreichen Aufgaben und Herausforderungen,
denen Informatiklehrerinnen und -lehrer im Bereich der Betreuung schulischer Informationssysteme,
der Verbindung von Informatik und außerschulischer Förderung sowie im Projektunterricht gegenüberstehen.


Wir wollen derartige Fragen im Wahlpflichtangebot in den höheren Semestern der Lehramtsausbildung Informatik aufgreifen und damit eine stärkere Ausrichtung auch dieses Ausbildungsbestandteils an unmittelbaren schulischen Bedarfen erreichen.


Angebot: Im Rahmen des Moduls 10–202-2308 „Betriebliche Informationssysteme“, das auch im Wahlpflichtbereich der Lehramtsstudiengänge Informatik angeboten wird, sollen Seminar und Praktikum „Schulische Informationssysteme“ als lehramtsspezifisches Angebot entwickelt und weiterentwickelt werden,
in denen sich Studierende im Lehramt Informatik mit praktischen Fragen schulischer Informationssysteme befassen.


Hierzu sollen die Kontakte zu verschiedenen externen Partnern im Schulamtsbereich Leipzig und darüber hinaus, namentlich zu ausgewählten Gymnasien der Region, zum MPZ Leipzig, zum Leipziger MINT-Netzwerk sowie zu den Betreibern des Sächsischen Bildungsservers an der TU Dresden, ausgebaut und intensiviert werden, um die Studierenden in Seminar und Praktikum unmittelbar in die Modernisierungsprozesse schulischer Informationssysteme einzubeziehen und daraus theoretische und praktische Fragestellungen für Seminar und Praktikum abzuleiten.


Es ist vorgesehen, in diesem Bereich auch Staatsexamensarbeiten zu vergeben.

Themen

Metadatenprojekt


Hintergrund: Mit MeSax existiert ein sachsenweites Distributionssystem für digitale Unterrichtsmedien mit inzwischen über 17.000 Einheiten, für die lizenzrechtliche Fragen auf der Ebene staatlicher Verträge in dem Sinne geklärt sind, dass diese Medien für Unterrichtszwecke frei in der Schule verwendet werden können. Die Verwaltung läuft über Schulserver, auf welche die bestellten Medien über das von der Firma Antares programmierte Me Sax- System heruntergeladen werden. Die (bundesweit einheitliche) Verwaltung der Lizenzen und Medien erfolgt durch die MPZs bzw. durch die Firma Antares.


Auch auf dem Sächsischen Bildungsserver ist eine größere Menge von Unterrichtsmaterialien verfügbar, deren Integration in die Suchmaschine für Bildungsmedien des bundesdeutschen Netzwerks der Bildungsserver noch aussteht.


Als dritte Quelle erlangen “Open Educational Resources” (OER) eine zunehmende Bedeutung, bei denen die lizenzrechtliche Zugänglichkeit auf andere Weise geklärt ist.


Für all diese Datenbestände steht die Frage nach einer einheitlichen Lösung, um in Fragen der Durchsuchbarkeit, Verschlagwortung und Qualitätssicherung dieser Datenbestände voranzukommen, die auf der Basis semantischer Technologien und RDF entwickelt werden soll.


Literatur:

Me Sax und Lern Sax im schulischen Einsatz


Nach vielen Experimenten mit verschiedenen Lernplattformen im schulischen Einsatz hat seit etwa 2014 die Einführung von LernSax an Fahrt aufgenommen, die insbesondere vom Netzwerk der sächsischen MPZ befördert wird. Hier sind allerdings noch viele Fragen auch technischer Art offen, siehe dazu (Schölhorn 2016) und die Schulen brauchen Unterstützung bei der Einführung dieser Lernumgebungen. Aus Sicht des MPZ Leipzig sind hier insbesondere Einsatzszenarien in der Grundschule von Interesse. Hier soll im Rahmen von Seminar- und Praktikumsarbeiten ein Konzept für SCHILF (schulinterne Fortbildungen) entwickelt und dann auch eine studentische “Task Force” formiert werden, die diese Fortbildungen zusammen mit dem MPZ in den Schulen durchführt. Auf längere Sicht soll ein darüber hinausreichendes Betreuungskonzept entwickelt und ebenfalls umgesetzt werden.


Literatur:

  • Klemens Schölhorn: E-Learning an sächsischen Schulen. Bachelorarbeit, Febr. 2016. PDF Documentpdf

Sommersemester 2016


Wir wollen im Sommersemester 2016 mit interessierten Studierenden beginnen, diese beiden Themen anzugehen. Eine erste Besprechung dazu fand am Mittwoch, 13.4. 13–15 Uhr im Raum SG 2–14 statt.



 
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