EEE – E-Learning Environment Engineering


Im Fokus stehen Aspekte des E-Learning Environment Engineering in seiner technischen und sozialen Dimension.


Das Projekt umfasst mehrere Teilprojekte

  • Weiterentwicklung einer Test- und Prüfungsumgebung Elate sowie der zugehörigen Architektur von Aufgaben-, Test- und Korrekturmodellen, die den Prüfungsanforderungen an der Universität Leipzig entsprechen. (wird derzeit nicht weiter vorangetrieben)
  • Entwicklungsarbeiten und Betrieb von zwei OLAT-Portalen (zur Begleitung von Lehrveranstaltungen sowie zum Prüfungsmanagement), in denen operative Erfordernisse einer Fakultät auf der Basis des Open Source Projekts Open Olat abgebildet werden.
  • Projekt autolat – Einbindung des Autotool-Frameworks in OLAT
  • Projekt OLAT-PA – OLAT-Erweiterung für Prüfungsanmeldungen
  • Projekt od.fmi zum Einsatz semantischer Werkzeuge in der Lehrplanung der Fakultät
  • Konzeption eines EEE-Servicezentrums

Übersicht

Motivation


Gerade im E-Learning-Bereich spielt Dienstleistungsmanagement in seiner aktiven Kombination von Service und Selfservice eine wichtige Rolle. Die Gründe für eine solche Verquickung liegen in der Natur der Wissensprozesse selbst – Wissenserwerb erfolgt immer als enge Verzahnung von 

  • Wissensvermittlungsprozessen (Service) und 
  • eigener aktiver Wissensakquisition (Selfservice)

aus einer Menge – im günstigsten Fall freizügig zugänglicher – Wissensbausteine.


Informationstechnische Unterstützungswerkzeuge müssen diese dezentrale Strukturiertheit nicht nur berücksichtigen, sondern können sie sogar aktiv befördern.


Das Projekt möchte Bemühungen in Richtung des Aufbaus einer solchen dezentralen Unterstützungsinfrastruktur befördern, welche Service und Selfservice gleichermaßen ermöglicht, indem es

  1. eine Plattform bietet und ausbaut, in welcher Kompetenz über den Einsatz frei zugänglicher Java basierter SW-Bausteine für Knowledge Environment Engineering gesammelt und vermittelt werden kann;
  2. eigene prototypische Implementierungen solcher Bausteine verschiedener Größe und Granularität vorantreibt;
  3. die Integration derartiger Bausteine in bestehende Lernplattformen theoretisch und praktisch untersucht;
  4. die Erfahrungen aus dem Einsatz derartiger Bausteine systematisiert und verallgemeinert;
  5. für oder zusammen mit externen Partnern derart strukturierte SW-Installationen betreibt.

Aktueller Stand


Mit dem Elate-Portal wurde eine Test- und Prüfungsumgebung entwickelt, die mehrere Jahre im Bereich Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig eingesetzt wurde. Neben Standardaufgaben (MC, Lückentext, Zuordnung etc.) wurden auch Aufgaben integriert, die zur Ausführung und Bewertung mit einem Compute-Server zusammenspielen. Solche Aufgaben treten typischerweise auf, wenn algorithmische Fertigkeiten oder darauf aufbauende theoretische Kenntnisse getestet werden sollen.


Da die Entwicklungsressourcen für eine komplette Portallösung nicht dauerhaft verfügbar waren, wurde das Projekt später auf den Kern eines Assessment-Tools reduziert und als ElateXam weiterentwickelt. Als gemeinsame Codebasis dient das Java basiertes Open-Source-Projekt, welches unter Leitung und maßgeblicher Beteiligung von Dipl.- Inf. Thorsten Berger sowie unter Mitarbeit der Studenten und Diplomanden Steffen Dienst, Ralf Rublack und René Plötz entwickelt wurde und wird.


Derzeit werden die Entwicklungen im Rahmen der allgemeinen Bemühungen, an der Universität Leipzig ein Assessment-Center für digital gestützte Prüfungen aufzubauen, jenseits unseres Projekts weitergeführt.


Auf dem Hintergrund der mit dem Elate-Projekt gesammelten Expertise zu Aufbau und Betrieb eines E-Learning-Portals für die eigene Abteilung wurde 2006 die Entscheidung gefällt, diese Entwicklungen nicht separat in der ganzen Breite weiter voranzutreiben, sondern sich einem geeigneten Open Source Projekt anzuschließen und die bisherigen Entwicklungen dort schrittweise zu integrieren.


Die Auswahl fiel aus mehreren Gründen auf OLAT, dessen Entwicklung federführend von einem Team an der Univ. Zürich vorangetrieben wird und auch die Codebasis OPAL des Bildungsportals Sachsen – BPS bildet. Nach dem Fork der Entwicklergruppe Ende 2011 orientieren sich diese Arbeiten am Projekt Open Olat.


Neben der Entwicklung von Bausteinen für die OLAT-Plattform wird in diesem Teilprojekt mit dem BIS-OLAT-Portal eine Produktivinstanz des Portals für die Fakultät betrieben und an deren spezielle operative Bedürfnisse angepasst. Im Unterschied zu den Betriebsszenarien an der Univ. Zürich sowie der BPS wird dabei auf ein dezentrales Szenario orientiert, in dem die Fakultäten als die Verantwortungsträger des operativen Geschäfts in der Lehre in der Verantwortung bleiben und Einfluss auf Gestaltung und Funktionalität des eigenen Portals haben.


Damit verlagert sich der Schwerpunkt der OLAT-Entwicklungsarbeiten zugleich von Skalierungsfragen eines einzelnen Portals (Uni Zürich, BPS) hin zur Kommunikation und Kooperation einer Farm von Portalen einzelner Einrichtungen sowie deren Zusammenspiel mit anderer universitätsweiter administrativer Software. Unser Beitrag zur OLAT-Weiterentwicklung konzentriert sich auf diesen Bereich.


Dabei sind insbesondere

  • das Projekt autolat zur Einbindung des Autotool-Frameworks in OLAT sowie
  • das Projekt OLAT-PA einer OLAT-Erweiterung für Prüfungsanmeldungen

zu nennen.


 
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