EEE – E-Learning Environment Engineering


Im Fokus stehen Aspekte des E-Learning Environment Engineering in seiner technischen und sozialen Dimension.


Das Projekt umfasst mehrere Teilprojekte

  • Weiterentwicklung einer Test- und Prüfungsumgebung Elate sowie der zugehörigen Architektur von Aufgaben-, Test- und Korrekturmodellen, die den Prüfungsanforderungen an der Universität Leipzig entsprechen.
    • Die Arbeiten wurden 2009 abgeschlossen, eine weitere Förderung konnte nicht akquiriert werden.
  • Entwicklungsarbeiten und Betrieb von zwei OLAT-Portalen (zur Begleitung von Lehrveranstaltungen sowie zum Prüfungsmanagement), in denen operative Erfordernisse einer Fakultät auf der Basis des Open Source Projekts Open Olat abgebildet werden.
    • Die Betriebsbedingungen dieser Portale sind nach wie vor prekär, so dass das OLAT-PA-Portal zum November 2018 aufgegeben wird. Über den weiteren Betrieb des Hauptportals ist noch nicht entschieden, dies hängt davon ab, in welchem Umfang hierfür Ressourcen bereitgestellt werden.
  • Projekt autolat – Einbindung des Autotool-Frameworks in OLAT
    • Im Zuge einer möglichen Aufgabe des OO-Portals auf Fakultätsebene wird hier gerade die Frage nach Ressourcen für die Migration der Lösung auf andere Plattformen diskutiert, um die über die Jahre angesammelten Lehrmaterialien nicht zu entwerten.
  • Projekt OLAT-PA – OLAT-Erweiterung für Prüfungsanmeldungen
    • Das Portal wurde zum November 2018 aufgegeben, die Erweiterung wird nicht weiterentwickelt.
  • Projekt od.fmi zum Einsatz semantischer Werkzeuge in der Lehrplanung der Fakultät
  • Konzeption eines EEE-Servicezentrums

Übersicht

Motivation


Gerade im E-Learning-Bereich spielt Dienstleistungsmanagement in seiner aktiven Kombination von Service und Selfservice eine wichtige Rolle. Die Gründe für eine solche Verquickung liegen in der Natur der Wissensprozesse selbst – Wissenserwerb erfolgt immer als enge Verzahnung von 

  • Wissensvermittlungsprozessen (Service) und 
  • eigener aktiver Wissensakquisition (Selfservice)

aus einer Menge – im günstigsten Fall freizügig zugänglicher – Wissensbausteine.


Informationstechnische Unterstützungswerkzeuge müssen diese dezentrale Strukturiertheit nicht nur berücksichtigen, sondern können sie sogar aktiv befördern.


Das Projekt möchte Bemühungen in Richtung des Aufbaus einer solchen dezentralen Unterstützungsinfrastruktur befördern, welche Service und Selfservice gleichermaßen ermöglicht, indem es

  1. eine Plattform bietet und ausbaut, in welcher Kompetenz über den Einsatz frei zugänglicher Java basierter SW-Bausteine für Knowledge Environment Engineering gesammelt und vermittelt werden kann;
  2. eigene prototypische Implementierungen solcher Bausteine verschiedener Größe und Granularität vorantreibt;
  3. die Integration derartiger Bausteine in bestehende Lernplattformen theoretisch und praktisch untersucht;
  4. die Erfahrungen aus dem Einsatz derartiger Bausteine systematisiert und verallgemeinert;
  5. für oder zusammen mit externen Partnern derart strukturierte SW-Installationen betreibt.

Kurzer Abriss der Projektgeschichte


Mit dem Elate-Portal wurde eine Test- und Prüfungsumgebung entwickelt, die mehrere Jahre im Bereich Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig eingesetzt wurde. Neben Standardaufgaben (MC, Lückentext, Zuordnung etc.) wurden auch Aufgaben integriert, die zur Ausführung und Bewertung mit einem Compute-Server zusammenspielen. Solche Aufgaben treten typischerweise auf, wenn algorithmische Fertigkeiten oder darauf aufbauende theoretische Kenntnisse getestet werden sollen.


Da die Entwicklungsressourcen für eine komplette Portallösung nicht dauerhaft verfügbar waren, wurde das Projekt später auf den Kern eines Assessment-Tools reduziert und als ElateXam weiterentwickelt. Als gemeinsame Codebasis diente ein Java basiertes Open-Source-Projekt, welches unter Leitung und maßgeblicher Beteiligung von Thorsten Berger sowie unter Mitarbeit von Steffen Dienst, Ralf Rublack und René Plötz entwickelt wurde.


Auf dem Hintergrund der mit dem Elate-Projekt gesammelten Expertise zu Aufbau und Betrieb eines E-Learning-Portals für die eigene Abteilung wurde 2006 die Entscheidung gefällt, diese Entwicklungen nicht separat in der ganzen Breite weiter voranzutreiben, sondern sich einem geeigneten Open Source Projekt anzuschließen und die bisherigen Entwicklungen dort schrittweise zu integrieren.


Die Auswahl fiel aus mehreren Gründen auf OLAT, dessen Entwicklung federführend von einem Team an der Univ. Zürich vorangetrieben wurde und auch die Codebasis OPAL des Bildungsportals Sachsen – BPS bildet. Nach dem Fork der Entwicklergruppe Ende 2011 orientieren sich diese Arbeiten am Projekt Open Olat.


Neben der Entwicklung von Bausteinen für die OLAT-Plattform wird mit dem OO-Portal eine an unsere Bedürfnisse angepasste Produktivinstanz des Portals für die Fakultät betrieben.


Im Unterschied zu den Betriebsszenarien an der Univ. Zürich sowie der BPS orientierten wir dabei auf ein dezentrales Szenario, in dem die Fakultäten als die Verantwortungsträger des operativen Geschäfts in der Lehre in der Verantwortung bleiben und Einfluss auf Gestaltung und Funktionalität des eigenen Portals haben. Solche Architekturen können im Rahmen von Produktlinienansätzen gut dargestellt werden und eröffnen neue Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Portalen. Da derartige Ansätze in den sächsischen E-Learning-Strategien bisher keine Rolle spielen, konnten derartige Potenziale allerdings nicht weiter erforscht werden.


Ein Alleinstellungsmerkmal unseres OO-Portals ist die Einbindung des Autotool-Frameworks von Prof. Waldmann, die im Rahmen des autolat-Projekts in einer Projektförderung durch den sächsischen AK E-Learning erstellt wurde und seit 2010 bei uns im produktiven Einsatz läuft.


Zur Zeit wird diskutiert, wie diese Funktionalität erhalten werden kann, wenn das OO-Portal auf Grund fehlender Betriebsressourcen abgeschaltet werden muss.


 
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